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Jugoslawien und Tito bleiben en vogue 

Die verschiedenen Formen der Jugo-Nostalgie sind viel mehr als nur Sehnsucht nach der vergangenen Zeit - und haben deshalb immer noch ihre Legitimation

Nostalgie sei das "Gefühl der Unwiederbringlichkeit und des Verlusts", hat es die europäische Schriftstellerin Dubravka Ugrešić einmal beschrieben - eine Art elegische Hinwendung zu einer verflossenen Zeit oder Epoche.

Die gesellschaftlichen Phänomene, die unter dem Namen "Jugo-Nostalgie" bekannt sind und bestimmte Seiten der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien hochleben lassen, sind jedoch weitaus mehr als nur die Wehmut nach einer vergangenen Zeit. Sie sind Ausdruck unterschiedlicher Sehnsüchte, aber auch Kritiken mit verschiedenen Ursachen und Funktionen und bleiben auch deswegen zwei Jahrzehnte nach dem tragischen Zerfall Jugoslawiens am Balkan und in der ex-jugoslawischen Diaspora in Mode.

Therapie für die entwurzelten "Unsrigen“

Da gibt es auf der einen Seite die von Ugrešić in ihrem Buch "Ministerium der Schmerzen" so trefflich beschriebenen entwurzelten "Unsrigen". Das sind im Exil lebende Ex-Jugoslawen, denen die Jugo-Nostalgie als eine Art Therapie bei der Aufarbeitung der im Krieg erlittenen Traumata wie auch auf der Suche nach der verlorenen Identität helfen kann.

Diese Menschen schleppen ihre "jugo-nostalgischen Erste-Hilfe-Koffer" (wie Ugrešić sie bezeichnete), die gefüllt sind mit unterschiedlichen Produkten aus der jugoslawischen Zeit wie "Jadro"-Waffelschnitten, "Kiki"-Bonbons und "Minas"-Kaffee und sie an die gute alte Zeit erinnern. An die Zeit, die in den vergangenen beiden Jahrzehnten diskreditiert wurde, und somit auch an einen Teil der persönlichen Geschichte dieser Menschen.

Das Auflebenlassen der alten Zeit hat neben dem Verbindenden mit anderen "Leidensgenossen" auch therapeutische Effekte, denn, wie Ugrešić richtig schrieb, "nur wenn wir uns mit der eigenen Vergangenheit versöhnen, können wir aus ihr entlassen werden". Zwar dürfte diese Funktion der Jugo-Nostalgie längst nicht mehr die Rolle spielen wie noch vor einigen Jahren, dennoch gibt es sie weiterhin.

Sehnsucht nach Sicherheit und einem starken, unabhängigen Staat

Doch auch die junge Generation, die die "gute alte Zeit" nicht bewusst miterlebt hat, befasst sich mit der Jugo-Nostalgie. In einem vor wenigen Wochen veröffentlichten Lied namens "Yustalgija" entwirft der bosnisch-herzegowinische Rapper Priki alias Haris Rahmanović, geboren 1987, ein interessantes Szenario: Im Prolog entführt er die Zuseher in eine alternative Version der jugoslawischen Geschichte. Statt der Kriege gab es in den 90ern eine Umgestaltung Jugoslawiens zur Föderativen Volksrepublik Jugoslawien, einem wirtschaftlich starken Staat, der es sich sogar leisten kann, der EU nicht beizutreten. Im Refrain heißt es: "Ich wünsche mir, dass mit uns alles in Ordnung ist, ich wünsche mir, dass diese verdammte Dunkelheit vorbeigeht" (Želim da je sve okej sa nama, želim da prođe prokleta tama).

 

Priki - Yustalgija

Was in diesem Lied zum Ausdruck kommt, ist eine der derzeit gängigsten Formen der Jugo-Nostalgie, die aufgrund der anhaltend prekären wirtschaftlichen Lage am Balkan die Sehnsüchte nach (wirtschaftlicher) Sicherheit und einem starken Staat ausdrückt. In dem Song vertritt Priki zudem klassische kapitalismuskritische Positionen, die er durch den Verweis auf das damalige Jugoslawien und den "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" unterstreicht. Der Wunsch nach einem unabhängigen Staat, wie es das blockfreie Jugoslawien war, kommt durch EU-kritische Haltungen im Text zum Ausdruck.

"Genosse Tito, wir geloben"

Dann gibt es wiederum die Tito-Nostalgie. Zum einen wird mit ihr der Titoismus, die realsozialistische Politik seiner Zeit, gewürdigt. Zum anderen aber wird die Person Tito aus diversen Gründen verehrt: sei es aufgrund seiner internationalen Bekanntheit, die im Volk selbst ein Gefühl der Bedeutsamkeit weckte und im krassen Gegensatz zur heutigen Gegenwart steht, in der die Nachfolgestaaten Jugoslawiens wie auch ihre Politiker international wenig Bedeutung haben. In dieser Funktion ist die Jugo-Nostalgie beziehungsweise die Tito-Nostalgie ein Ausdruck des Wunsches nach einem Wiederaufeben der politischen Bedeutung der Region und damit auch der Aufwertung der persönlichen Bedeutungswahrnehmung.

Insbesondere unter der älteren Generation werden auch bestimmte jugoslawische Traditionen wiedererweckt und Feiertage gefeiert, so etwa der 7. Mai, Titos Geburtstag, in seinem Geburtsort Kumrovec (Kroatien). Seit einigen Jahren gibt es in Belgrad auch wieder den berühmten Staffellauf (Štafeta), wenn auch in etwas anderer Form. Zur Zeit Titos hieß er noch Staffellauf der Jugend (Štafeta mladosti) und hatte seinen Startpunkt jedes Jahr in einer anderen Stadt und endete mit einer großen Feier am 25. Mai, dem Tag der Jugend, in Belgrad. Die neue Variante startet beim ehemaligen Domizil Titos in Belgrad und führt bis zum Haus der Blumen, wo Tito begraben liegt. 2011 nahmen mehr als 10.000 Personen daran teil.

Mittlerweile gibt es am Balkan zahlreiche Geschäfte mit Tito-"Devotionalien". Kaffeehäuser, die seinen Namen tragen oder zumindest durch das Interieur an seine Zeit erinnern. Bei den vielen Treffen der Tito-Nostalgiker, die die Verbände der ehemaligen Partisanen organisieren, wird das Lied "Genosse Tito, wir geloben dir" (Druže Tito, mi ti se kunemo) lauthals gesungen.

"Jugoslavija, Jugoslavija!"

Die wahrscheinlich gängigste Form der Jugo-Nostalgie dient dem Ausdruck einer anti-nationalistischen Denkweise wie auch dem Wunsch, Jugoslawiens Leitmotto "Brüderlichkeit und Einheit" (Bratstvo i Jedinstvo) den Balkanvölkern wieder zu vergegenwärtigen. So hat der derzeit beste Tennisspieler der Welt, Novak Djoković, kurz vor seiner Titelverteidigung bei den Australian Open 2013 ein Foto, auf dem er mit einigen Tennisspielern aus dem ehemaligen Jugoslawien abgelichtet wurde, auf Twittter verbreitet und mit "Jugoslavija, Jugoslavija!! Tako je momci" (Jugoslawien, Jugoslawien, so ist das, Burschen) kommentiert.

Djoković ist jener Prominente vom Balkan, der sicher am häufigsten mit dieser Art der Jugo-Nostalgie auffällt. Berühmt ist auch seine Aussage "Ich fühle mich wie ein Vertreter aller Völker des ehemaligen Jugoslawien". In kroatischen Medien wird er mitunter auch als "unser" (naš) bezeichnet, oder wie es der kroatische Fußballtrainer Miroslav Blažević einmal sagte: "Auch wir Kroaten sind stolz auf Djoković, denn schließlich sind wir alle vom Balkan."

Diese Form der Jugo-Nostalgie ist unter den Jugendlichen am häufigsten verbreitet. Sie zeigt sich durch das gemeinsame Feiern, durch das Besuchen der jeweils anderen Staaten, durch das Hören alter jugoslawischer Bands. Das alles spiegelt das Bedürfnis wider, den ethnozentrierten Politiken ein Ende zu setzen und das Gemeinsame wieder in den Mittelpunkt zu stellen.

Solange die Jugo-Nostalgie den Menschen alternative politische und gesellschaftliche Konzepte vergegenwärtigt, solange sie die Kritikfähigkeit der jungen Generationen nährt, so lange wird sie ihre Legitimation haben und auch en vogue bleiben. Denn schließlich besitzt sie die Kraft, zu vereinen - etwas, das am Balkan noch immer dringend notwendig ist.

Quelle: Siniša Puktalović, daStandard.at

Geschrieben von Mafija auf Friday, 22.February. @ 15:15:41 CET (256 mal gelesen)
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Pilzgift in Milchprodukten auf dem Balkan 

Pestizidverseuchte Milch wird aus den Supermarktregal genommen

Zagreb - Der Skandal um pestizidverseuchte Milch auf dem Balkan führte in den vergangenen Tagen zum Milch-Abstinenz-Outing serbischer Politiker. Die Minister Velja Ilic und Milovan Drecun mögen angblich nur Joghurt, Dragan Sutanovac und Borko Stefanovic nehmen höchstens einen Schluck Milch in ihren Kaffee, und Bosko Nicic behauptet sogar, dass Milch an sich schädlich sei, verrieten sie der serbischen Zeitung Kurir. "Unsere Politiker trinken keine Milch!", titelte Kurir.

Begonnen hat alles in Kroatien vor zwei Wochen, als in mehreren Produkten das Pilzgift Aflatoxin M1 gefunden wurde. Seitdem wird gerätselt, welche Milchprodukte von welchen Herstellern nun konsumiert werden können oder nicht. Ein Wiener Labor hatte bei kroatischer Milch einen Aflatoxin-Wert über 0,06 Mikrogramm pro Kilo festgestellt.

Rückholaktion

Erhöhte Aflatoxin-Werte Der Wert sollte aber 0,05 Mikrogramm pro Kilo nicht übersteigen. Nun werden auch Milchprodukte in Serbien, Bosnien-Herzegowina und Slowenien aus den Supermärkten zurückgeholt. Auch dort wurden erhöhte Aflatoxin-Werte festgestellt. Das Pilzgift ist wahrscheinlich über Futter für die Milchkühe in die Milch gelangt und nur in höherem Ausmaß für Menschen gesundheitsgefährdend. Insbesondere die Bauern aus Bosnien-Herzegowina werden es nach dem EU-Beitritt Kroatiens im Juli wegen der Einhaltung von EU-Standards ohnehin schwerer haben, ihre Produkte weiter im Nachbarland abzusetzen.

Geschrieben von Mafija auf Friday, 22.February. @ 14:56:32 CET (204 mal gelesen)
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Parada: ''Ich möchte meinen Freund küssen!'' 

Die serbische Schwulenkomödie "Parada" gewann den Publikumspreis der Berlinale, auf dem Balkan war der Film ein riesiger Überraschungserfolg – trotz homophober Stimmung. Unsere Autorin Katja Nicodemus begab sich vor dem deutschen Filmstart im schwullesbischen Belgrad auf die Spuren der Komödie.

Die Smiley-Bar ist ganz einfach zu erkennen«, sagt Lazar Pavlović mit einem gewissen Galgenhumor am Telefon, »an die Wand neben der Eingangstür hat jemand auf Serbisch ›Tod den Tunten‹ gesprayt.« Der schwullesbische Club ist allerdings nicht so leicht zu finden. Durch die schwüle Sommernacht irre ich entlang einer düsteren, schmalen Passage, nicht weit entfernt vom Terazije, dem Hauptplatz Belgrads. Kein Schild, keine Beleuchtung, kein Ton dringt nach draußen. Aber drinnen ist die Hölle los! Im Erdgeschoss des kleinen Clubs reden, trinken, flirten einige Männer dicht gedrängt. Im oberen Stockwerk, wo der Elektropop bis unter die Schädeldecke wummert, feiert eine Gruppe junger Lesben Geburtstag. Es wird wild geküsst in diesem Gewusel aus Tanktops und Hotpants. So sieht er aus, der Albtraum der serbisch-orthodoxen Kirche! Und nicht nur der Kirche.

In einer Ecke sitzt der etwa dreißigjährige Pavlović, Hauptaktivist von Serbiens Schwulenorganisation Gay Straight Alliance. In langen Shorts und weißem T-Shirt verströmt er eine urbane Coolness. »Hier sehen alle ein bisschen anders aus als die Schwulen in Parada« , sagt er lächelnd, als er von unten zwei Gläser mit sehr dunklem Bier bringt. Und damit sind wir auch schon mittendrin in einem serbischen Kinofilm, dessen Erfolg eine solche Sensation ist, dass man mehr über die Wirklichkeit dahinter erfahren möchte.

Parada, eine Komödie rund um die Vorbereitungen einer Gay Pride Parade in Belgrad, war auf dem Balkan der Überraschungshit des letzten Jahres. Mehr als eine halbe Million Menschen sahen den Film des Regisseurs Srdjan Dragojević, ein hemmungsloses Spiel mit Klischees und Stereotypen, das auch den Publikumspreis der diesjährigen Berlinale gewann. Erzählt wird von dem Tierarzt Radmilo und dem Hochzeitsplaner Mirko, einem süß-spießigen schwulen Paar, das nach einigen Drehbuchpirouetten ausgerechnet den homophoben bulligen Kriegsveteranen Mickey Limun für die Bewachung einer Gay Pride Parade engagiert. Machismo trifft auf tuntige Attitüde, Waffenfetischismus auf Deko-Wahn, Boxer-Bademantel auf malvenfarbene Hemden. Die schöne Utopie: Limun fährt gemeinsam mit Radmilo durch Kroatien, Bosnien-Herzegovina und das Kosovo und rekrutiert weitere Kriegsveteranen für seine Security-Truppe. Gemeinsam ist den einstigen Feinden ihre Abneigung gegen Schwule, die sie – überrascht über sich selbst – überwinden werden.

Zwei Drittel aller Serben glauben, dass Homosexualität eine Krankheit ist«, sagt Pavlović. »Prost!« Er selbst wurde über Wochen vor seiner Haustür von rechtsradikalen Fanatikern terrorisiert und bei einem Überfall auf sein Büro zusammengeschlagen. Fast jeden Tag drohe irgendjemand auf Facebook, ihn mit Strychnin zu vergiften. Aber Parada habe nachhaltig etwas bewirkt, bei Hunderttausenden von Serben, die ihren Schwulenhass zuvor nie infrage gestellt hätten: »Bei euch kann man sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wie wichtig ein Film sein kann, der Schwule einfach als ganz normale Menschen zeigt.« Es ist ein geschickter Schachzug, dass Dragojević das Publikum bei seinen Vorurteilen abholt: Radmilo fährt einen pinkfarbenen Mini und hält das Weinglas mit abgespreiztem Finger, während Mirko seinen Stylistenhaarschnitt divenhaft nach hinten wirft. Limun trägt am ganzen Körper nationalistische Tattoos und singt unter der Dusche Kriegslieder, seine blondierte shoppingverrückte Freundin Pearl denkt nur an ihre luxuriöse Hochzeit. Aber am Ende ziehen alle Schulter an Schulter in den Kampf für eine Gay Parade.

Nur Hass, nur Brandreden

Am 10. Oktober 2010 hat dieser Kampf in Belgrad wirklich stattgefunden. 6.000 Hooligans lieferten sich eine Straßenschlacht mit 5.600 Polizisten, die die Parade schützten. Hunderte Beamte wurden verletzt, die Innenstadt wurde verwüstet, der Schaden betrug mehr als zwölf Millionen Euro. »Wir waren derart abgeriegelt durch die Polizei, dass wir von den Kämpfen gar nichts mitbekamen«, sagt Pavlović. »Erst später erfuhren wir, wie viele Schläger es waren und dass sie großteils von Priestern angeführt wurden.« Der ungeheure Einfluss der serbisch-orthodoxen Kirche von der Politik bis in die kleinsten Verästelungen der Gesellschaft sei maßgeblich für die Diskriminierung von Serbiens Homosexuellen verantwortlich: »Nur Hass, nur Verachtung, nur Brandreden.«

An diesem langen Abend in der Smiley-Bar ist schon die ganze Schizophrenie des Landes zu spüren. Da gibt es Belgrad, die Party-Metropole, die mit billigem Bier und Rave-Nächten Rucksacktouristen aus der ganzen Welt anzieht. Und auf der anderen Seite ein Volk, das sich angesichts von Nachkriegstraumata und Wirtschaftskrisen immer tiefer in Nationalismus, Machismo und orthodoxem Glauben einspinnt.

»Wir brauchen Gay Pride Parades, um zu zeigen, dass wir da sind«, schreit Pavlović durch einen Lady-Gaga-Song über den Tisch und geht noch mal Bier holen. Indessen hat die lesbische Geburtstagsfeier am Nebentisch den Dancefloor auf die Tische verlegt.

Geschrieben von Mafija auf Monday, 01.October. @ 20:35:01 CEST (562 mal gelesen)
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Apple Garantie-Ärger mit EU 

Care-Programm: Geschäftpraxis verstößt gegen geltendes EU-Recht

Apple droht wegen seiner Garantiepolitik jetzt auch Ärger mit der EU-Kommission. EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat die Verbraucherschutzminister aller 27 EU-Staaten schriftlich über Versäumnisse des Unternehmens informiert. In dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur dpa in Brüssel vorliegt, schreibt Reding: "Es scheint, dass Apple-Verkäufer es versäumten, Verbrauchern klare, wahrhaftige und komplette Informationen zu geben über die Garantie, die ihnen nach EU-Recht zusteht." Ähnlich irreführende Informationen hätten sie auf Internetseiten gestellt.

Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" hatte dies zuvor bereits berichtet. Laut dem Schreiben - datiert vom 21. September - müssten die Mitgliedsstaaten nun aktiv werden und - basierend auf ihren nationalen Vorgaben - gegen Apple vorgehen.

Bei Apple gibt es eine einjährige Garantie, die mit "Apple Care" je nach Gerät auf zwei oder drei Jahre verlängert werden kann. Dies reicht nach Ansicht Redings nicht aus. Das EU-Recht verpflichte Hersteller zu einem zweijährigen Gewährleistungsanspruch. Er gilt für alle Mängel, die schon zum Zeitpunkt des Verkaufs bestanden haben - auch wenn sie erst später bemerkt werden. Bei der freiwilligen Garantie geht es hingegen um Mängel, die nach der Übergabe an den Kunden auftreten.


Konzern bereits angezählt

"Apple wirbt prominent dafür, dass seine Produkte eine einjährige Herstellergarantie haben, versäumt es aber, klar darüber zu informieren, dass Verbraucher laut EU-Recht ein automatisches und kostenloses Anrecht auf einen gesetzlichen zweijährigen Gewährleistungsanspruch haben", schreibt die EU-Kommissarin.

Apples Vorgehen wird schon lange von Verbraucherschützern angeprangert. Europäische Verbraucherschutzorganisationen aus elf Ländern haben sich nach Worten Redings bei der EU-Kommission beschwert. Sie warfen dem iPhone-Konzern zuletzt im März vor, prominent für die kostenpflichtige Garantieverlängerung "Apple Care" zu werben, aber ungenügend über den gesetzlichen zweijährigen Gewährleistungsanspruch zu informieren. Im vergangenen Dezember musste Apple deswegen bereits eine Strafe von 900.000 Euro in Italien an den Marktregulierer AGCM zahlen.

Apple klärt über die Regelungen zu Garantie und Gewährleistung inzwischen in einer Tabelle auf seiner Website auf.

Geschrieben von Mafija auf Monday, 01.October. @ 20:25:37 CEST (542 mal gelesen)
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Der VW Golf 7 rollt an 

Neuauflage der Auto-Legende wird im Herbst präsentiert

Gehütet wie ein Staatsgeheimnis dreht die jüngste Golf-Generation als Erlkönig bereits ihre Runden. Im VW-Stammwerk Wolfsburg und in Zwickau hat die Produktion des Bestsellers begonnen - doch genaue Informationen zu Aussehen und Innenleben des Golf 7 sind nach wie vor Mangelware. Sicherheitsdienste, strenge Auflagen und Geheimhaltungsklauseln umgeben das vorsichtige Lüpfen des Vorhangs. Die wichtigste VW-Modellneuheit in diesem Jahr will Europas größter Autobauer offiziell erst am 4. September bei der Weltpremiere in der Berliner Neuen Nationalgalerie präsentieren.

Inoffiziell erhalten Journalisten am Dienstag erste Einblicke. Es ist eine behutsame Weitergabe von Informationen. Denn das Modell hat für den Konzern enorme Bedeutung. Der Kompaktwagen soll nicht nur den Marktanteil der VW-Kernmarke im Wettrennen mit der asiatischen Konkurrenz von Toyota und Hyundai ausbauen - sondern auch die Erfolgsgeschichte eines der wichtigsten Konzernmodelle fortschreiben und damit zehntausende Arbeitsplätze sichern. Seit der Golf 1974 auf den Markt kam, bestimmte er eine ganz eigene Klasse: die der Kompaktwagen.

Wegbegleiter einer Generation


"Bisher wurden mehr als 26 Millionen Exemplare von ihm verkauft", sagt der zuständige VW-Sprecher Bernd Schröder zum meistgebauten Volkswagen. Der Golf knüpfte nahtlos an den Erfolg des Käfers an und überrundete ihn schnell als eines der erfolgreichsten Modelle aller Zeiten. Als Marktführer in einem extrem umkämpften Segment war er auch Wegbegleiter einer ganzen Generation.

Klassenlos

"Der Golf war immer ein Auto, das klassenlos ist. Es ist zugleich eins der wenigen Fahrzeuge, die ihrer Ursprungsform weitgehend treu geblieben sind", sagt Professor Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. Selbst wenn die Bedeutung des Golf durch Konkurrenz auch aus dem eigenen Hause schrumpft und er nicht mehr das meistgebaute Autos des Konzerns ist. "1995 bescherten VW 350.000 verkaufte Golf in Deutschland einen Marktanteil von 54 Prozent, heute liegt er mit rund 200.000 verkauften Fahrzeugen bei rund 28 Prozent", sagt Dudenhöffer.

"Der Golf ist Europa"

Als Spiegelbild des technischen Fortschritts war er stets das richtige Auto zur rechten Zeit, verkaufte sich aber vor allem in Europa gut. "Der Golf ist Europa", meint Dudenhöffer. Auf die Frage, wie viele Arbeitsplätze der Wagen sichere, verweist VW auf Studien, wonach die Zahl der Jobs inklusive Zulieferer auf mehr als 50.000 geschätzt wird. Allein im vergangenen Jahr baute der Konzern fast 914.000 Exemplare des Vorgänger-Modells vom Golf 7.

Bild wird sich nicht groß verändern

Um diesen Erfolg nicht zu gefährden, wurde die siebte Golf-Generation offenbar erneut so dezent weiterentwickelt, dass sich das vertraute Bild nicht revolutionär verändert. Etwas flacher, etwas länger soll die jüngste Version sein, behaupten die Experten nach intensivem Blick auf die wenigen Erlkönig-Fotos mit getarnter Karosserie. Mehr Leistung, Ausstattung und Komfort soll er bieten - auch beim Innenleben. Offiziell bestätigt der Volkswagen-Konzern aber bisher nichts - er verweist auf die Weltpremiere.

MQB-Konzept

Bereits bekannt ist aber, dass er wie der Audi A3 nach dem Konzept des Modularen Querbaukastens, kurz MQB, gebaut wird. Das variable Plattform-Puzzle schafft mehr Platz, reduziert Gewicht und Kosten und soll durch standardisierte Bauteile bei der Produktion Geld sparen. Zudem wird die Technik platzsparender untergebracht als bisher üblich und ermöglicht dadurch auch den Einbau zusätzlicher Systeme zur Unterstützung des Fahrers, etwa in Extremsituationen. Nach seiner Premiere in Berlin soll der Golf 7 wenig später als Star des Pariser Automobil-Salons einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Geschrieben von Mafija auf Thursday, 23.August. @ 21:06:48 CEST (627 mal gelesen)
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Sprit schon bei 2 Euro! 

Italien: 2-Euro-Marke geknackt!

2,044 Euro pro Liter Super-Benzin - Verkehr geht zurück

Die Italiener stöhnen unter hohen Spritpreisen. Ausgerechnet in der Haupturlaubszeit erreichte der Preis für Super-Benzin vielerorts die Zwei-Euro-Marke. Zu einem Rekordhoch von 2,044 Euro pro Liter kam es an einer Tankstelle auf der Autobahn Mailand-Neapel unweit der toskanischen Stadt Siena. "Es handelt sich um den höchsten Preis, den man jemals in Italien für Benzin gezahlt hat", klagte die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore". An 54 Zapfsäulen entlang der italienischen Autobahnen sei bereits die Zwei-Euro-Marke überschritten worden.

Ligurien und die Toskana sind die italienischen Regionen mit den höchsten Benzinpreisen. Eine Mischung aus hohen Benzinsteuern, zunehmenden Ölpreisen und Euro-Schwäche sei für das Rekordhoch des Treibstoffes in Italien verantwortlich, berichtete der Geschäftsführer des Ölkonzerns Eni, Paolo Scaroni.

Der Konsumentenverein Codacons rechnete jüngst vor, dass eine Tankfüllung inzwischen knapp 20 Euro mehr koste als noch vor einem Jahr. Dies wirkt sich negativ auf den Konsum aus. Im ersten Halbjahr 2012 sank der Benzinkonsum in Italien um 9,6 Prozent. Auch beim Lkw-Transport kam es zu einem Rückgang im Treibstoffverbrauch von fünf Prozent. "So einen starken Rückgang haben wir in Italien noch nie erlebt", berichtete Scaroni.

Opposition verlangt Steuersenkung


Um den Italienern finanziell unter die Arme zu greifen, hat Eni eine Preisreduktion für Autofahrer eingeführt, die am Wochenende tanken. So kostete ein Liter Benzin am vergangenen Wochenende an Eni-Tankstellen 1,69 Euro pro Liter. Die Oppositionspartei Lega Nord drängt die Regierung Monti, dem Benzinpreis Schranken zu setzen. Die Konsumentenschutzverbände verlangen eine Senkung der Benzinsteuer, die zuletzt Anfang August erhöht wurde. Die Spritsteuer war bereits im Juni und im vergangenen Dezember angehoben worden.

Italienische Tankstellenpächter befürchten jetzt eine weitere Zunahme des Tanktourismus ins nahe Ausland. Immer mehr Einwohner der norditalienischen Regionen reisen nach Kärnten oder Tirol, in die Schweiz, oder nach Slowenien, um billigeren Sprit zu bekommen. Dort ist der Sprit zwar günstiger, von billig kann aber auch keine Rede sein.
Die Rohölpreise sind weiter angezogen, die Zapfsäulenpreise in Österreich verweilten auf hohem Niveau. Eurosuper kostete am Montag im Schnitt 1,489 Euro je Liter, bei Diesel lag der Durchschnittspreis bei 1,420 Euro.

Politische Instabilität in Förderländern und Reisezeit


ARBÖ und ÖAMTC führen die Zapfsäulenpreise auf die hohen Rohölpreise zurück, die zum Teil eine Folge der erhöhten Nachfrage in der Reisesaison sind, aber auch des derzeit schwachen Eurokurses. Beide Klubs empfehlen dringend, die Preise vor dem Tanken zu vergleichen.

Die Mineralölindustrie verweist auch auf die politische Instabilität im Nahen und Mittleren Osten. Dies werde zumindest kurzfristig Preissenkungen verhindern. "Der Ölpreis steigt derzeit, weil die Nordsee gegenwärtig weniger Öl liefert, das Iran-Embargo wirkt und China und Brasilien Konjunkturprogramme aufgelegt haben und mehr Rohöl nachfragen. Das motiviert Hedgefonds und Finanzspekulanten, auf steigende Ölpreise zu setzen", so der Geschäftsführer des Fachverbandes der Mineralölindustrie, Christoph Capek, zur APA.

Im Wirtschaftsministerium gibt es derzeit keine Überlegungen, Änderungen beim Spritpreis-Korridor wegen der hohen Spritpreise vorzunehmen. Inzwischen könnte Bewegung in die Diskussion über den "Ackertreibstoff" E10 (Benzin mit 10 Prozent Ethanolanteil) kommen. Wie die "Salzburger Nachrichten" berichten, soll diese Woche ein Spitzentreffen von Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger dazu stattfinden. Eine Bestätigung dafür war bisher nicht zu erhalten.

Geschrieben von Mafija auf Thursday, 23.August. @ 21:01:02 CEST (622 mal gelesen)
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Falsche Asylbewerber 

CVP will wieder Visapflicht für Balkan

Asyl-Enscheide schneller als die B-Post kündigte Bern gestern für Menschen aus dem Balkan an. Die CVP will jetzt sogar die Visaspflicht wieder einführen. Wäre damit das Schengen-Abkommen in Gefahr?

Das Bundesamt für Migration (BfM) machte am Dienstag klar: Asylgesuche, meist von Roma, aus den sicheren Balkanstaaten Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und Serbien sind so gut wie chancenlos. Das BfM will deshalb Asylentscheide innerhalb von 48 Stunden fällen.

Doch das reicht der CVP nicht. Alexandra Perina, Generalsekretärin ad interim, möchte die Visabefreiung für diese Balkan-Staaten rückgängig machen.

«Seit für diese Länder kein Visazwang mehr herrscht, häufen sich die Asylgesuche massiv, und das obwohl alle drei Länder als sicher gelten.» Die Visapflicht ist seit 2011 aufgehoben.


EU erhofft sich bessere Integration

Von ihrer Forderung würde CVP-Frau Perina nur abrücken, wenn ihr das BfM sagen könnte, dass die Korrelation nicht auf die Visa-Regelung zurückzuführen sei.

Oder aber, wenn die Wiedereinführung der Visapflicht dem Schweizer Tourismus schaden würde. «Aber ich glaube nicht, dass diese drei Länder zu unseren grössten Touristengruppen gehören», sagt Perina.

Die Visabefreiung für Menschen aus dem West-Balkan gilt seit Anfang 2011. Diese EU-Bemühungen für eine bessere Integration habe die Schweiz als Schengen-Mitglied mitgemacht, sagt Gaby Szöllösy, Kommunikationschefin beim BfM. Die Schweiz habe auch entsprechende Vorbereitungsprogramme in den entsprechenden Staaten auch unterstützt.


Austritt aus Schengen-Abkommen?

Schliesslich lebten in der Schweiz tausende Menschen aus den betroffenen Staaten, welche zum Wohlstand der Schweiz beigetragen hätten, erklärt Szöllösy. Für diese Menschen sei es eine grosse Erleichterung, dass sie relativ unbürokratisch Verwandte aus ihrem Heimatland für einen Besuch empfangen können.

Die Kehrseite der Medaille: Die chancenlosen Asyl-Gesuche aus dem Balkan haben massiv zugenommen.

Falls die Eidgenossenschaft die Visa-Befreiung für einzelne Staaten aufheben wollte, «müsste sie die Schengen-Mitgliedschaft aufgeben», sagt Szöllösy weiter. Denn mit dem Beitritt zum Schengen-Abkommen entscheidet die Schweiz nicht mehr eigenständig über Einreisebestimmungen.

 

Geschrieben von Mafija auf Thursday, 23.August. @ 20:10:39 CEST (602 mal gelesen)
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Rekord-Dürre auf dem Balkan: Fast 70 Prozent der Ernte vernichtet 

Nur noch schwer sind die vertrockneten Maiskolben als solche zu erkennen: Bosnien leidet an der schlimmsten Dürre seit 40 Jahren. Nach dem bitteren Winter folgte die Hitze.

Geschrieben von Mafija auf Thursday, 23.August. @ 20:01:57 CEST (614 mal gelesen)
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LG präsentiert Ultra-HD-Fernseher 

LG hat am Mittwoch in Südkorea den weltweit ersten 3D-fähigen 84-Zoll-Fernseher mit Ultra High Definition (UHD) - 3.840 mal 2.160 Pixel, kurz auch "4K" genannt - auf den Markt gebracht. Das Modell verspricht ein besonders intensives Heimkino-Erlebnis und setzt dazu unter anderem auf persönliches 3D-Feintuning. Gamern stellt der Konzern ein völlig neues Spielerlebnis im direkten Duell in Aussicht. Bereits ab September soll das Gerät internationale Märkte erobern. Das heimische Publikum bekommt auf der IFA Berlin die Gelegenheit, sich ein Bild vom UHD-Gerät zu machen.
Ob es schon jetzt einen großen Sturm geben wird, ist fraglich. "UHD ist derzeit ganz klar in einem Early-Adopter-Stadium", erklärt Daniel Simmons, Senior Analyst bei IHS Screen Digest, auf Nachfrage der Nachrichtenagentur pressetext. "Langfristig hat UHD das Potenzial zum Massenmarkt-Feature und könnte zur Standardauflösung für TV werden", betont er. "Doch das wird dauern, denn UHD wird wohl nicht vom Übergang zu Flachbildschirmen profitieren, der den HD-Übergang angetrieben hat."

Mit seiner 4k-Auflösung bietet LGs UHD-Fernseher viermal so viele Pixel wie ein herkömmlicher 1080p-HD-Fernseher. Damit ist das Gerät gerade für 3D-Fans interessant. Denn obwohl die von LG genutzte 3D-Darstellung mit Polarisationstechnologie eine reduzierte effektive Auflösung bedeutet, ist somit doch eine Wiedergabe in 1080p möglich. Zudem verspricht LG mittels "3D Depth Control" die Möglichkeit, das Abstandsempfinden bei 3D-Content persönlich anzupassen. Ein "3D Sound Zooming" genanntes Feature wiederum soll Geräusche exakt passend zu Position und Bewegung von Objekten wiedergeben. Außerdem ist der Fernseher mit einem 2D-zu-3D-Konverter ausgestattet.

Gamer lockt der Fernseher indes mit einer "Dual Play" genannten Funktion. Damit sehen zwei Spieler gleichzeitig verschiedene Bilder auf der kompletten Fläche des Displays - damit sollen Splitscreen-Duelle der Vergangenheit angehören. Die sogenannte "Magic Remote" verspricht eine intuitive Navigation auf dem Home Dashboard, über das der Fernseher Zugriff auf LGs Smart-TV-Ökosystem mit rund 1.400 Apps bietet. Eine Technologie namens "Resolution Upscaler Plus" soll dafür sorgen, dass Bilder von externen Quellen wie Netzwerk-Speichergeräten besonders detailreich dargestellt werden.

Trotz aller Features gibt sich LG zum Launch des UHD-TV-Geräts doch etwas vorsichtig. "Der 4K-Display-Markt steckt noch in den Kinderschuhen, aber es war LG wichtig, sich hier einen Anteil zu sichern", so Havis Kwon, Präsident und CEO der LG Electronics Home Entertainment Company. Das ist verständlich, denn tatsächlicher UHD-TV-Content bleibt bislang bis auf wenige Experimente - beispielsweise bei den Olympischen Spielen in London - Mangelware.

Doch existiert auch ein klarer Silberstreif am UHD-Horizont. "Es gibt sehr wenig native TV-Inhalte in UHD, aber digitales Kino nutzt bereits eine höhere Auflösung als HD", erläutert Simmons. "UHD wird eine Bildqualität wie im digitalen Kino im Wohnzimmer ermöglichen." Zudem sei es relativ einfach, HD-Inhalte oder gar Content mit normaler Auflösung in UHD umzuwandeln, so der Analyst. "Es wird nicht die gleiche Content Gap wie bei 3D geben, wo Inhalte eigentlich nativ in 3D gefilmt werden müssen, um ein wirklich befriedigendes Erlebnis zu bieten."

Geschrieben von Mafija auf Thursday, 23.August. @ 19:50:52 CEST (591 mal gelesen)
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Das hilft im Urlaub gegen Magen-Darm-Beschwerden 

Egal ob Sodbrennen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung – Magen-Darm-Probleme sind wahrlich keine angenehmen Reisebegleiter. Wir zeigen, was du im Akutfall tun kannst.

Bei Verstopfung helfen z.B. Dörrzwetschken. Leg diese abends in ein Glas Wasser. Morgens auf nüchternen Magen essen, Einweichwasser löffeln. Übrigens ist Flüssigkeitsmangel eine der häufigsten Ursachen für Verstopfung. Achte daher darauf, genug zu trinken. Auch eine sanfte Bauchmassage kann das Problem beseitigen.

Vor allem in südlichen Ländern läuft man Gefahr, sich den Magen zu verderben oder an Durchfall zu erkranken. Daher gilt allgemein: Koch es, schäl es oder vergiss es. Auf Eiswürfel, rohe oder weich gekochte Eierspeisen, Rohmilchprodukte und Speiseeis besser verzichten.

Aber auch Obst und Salat, Schalentiere wie Muscheln oder verunreinigtes Leitungswasser (zum Trinken und Zähneputzen Mineralwasser verwenden! Die Kohlensäure hemmt das Bakterienwachstum) können Probleme verursachen.


Viel trinken bei Durchfall

Bei akutem Durchfall anfangs nichts essen. Dann schrittweise steigern: Zunächst auf alle Milchprodukte und fetten Speisen verzichten. Geeignet sind Toastbrot mit wenig Marmelade, Hühnersuppe mit Nudeln und Karottensuppe. Später kann man den Speisezettel mit magerem Huhn und Reis bereichern.

Durchfall geht mit Flüssigkeitsverlust einher, der zu ernsthaften Kreislaufproblemen führen kann. Wer kein Mittel (wasserlösliches Pulver aus der Apotheke) zur Hand hat, verdünnt Orangensaft 1:1 mit Wasser aus der Flasche und gibt einen gestrichenen TL Kochsalz (auf einen Liter) dazu.

Gegen Völlegefühl, Sodbrennen und Blähungen helfen Kümmel, Fenchel und Anis, z.B. als Tee. In Asien gilt Ingwer als Magenfreund: Drei bis fünf Scheiben mit einer Tasse heißem Wasser übergießen und fünf bis zehn Minuten ziehen lassen, schluckweise trinken.

Geschrieben von Mafija auf Thursday, 26.July. @ 20:54:43 CEST (698 mal gelesen)
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