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Jugoslawien und Tito bleiben en vogue
Die
verschiedenen Formen der Jugo-Nostalgie sind viel mehr als nur Sehnsucht nach
der vergangenen Zeit - und haben deshalb immer noch ihre Legitimation
Nostalgie sei das "Gefühl der Unwiederbringlichkeit und des Verlusts", hat es
die europäische Schriftstellerin Dubravka Ugrešić einmal beschrieben - eine Art
elegische Hinwendung zu einer verflossenen Zeit oder Epoche.
Die gesellschaftlichen Phänomene, die unter dem Namen "Jugo-Nostalgie"
bekannt sind und bestimmte Seiten der Sozialistischen Föderativen Republik
Jugoslawien hochleben lassen, sind jedoch weitaus mehr als nur die Wehmut nach
einer vergangenen Zeit. Sie sind Ausdruck unterschiedlicher Sehnsüchte, aber
auch Kritiken mit verschiedenen Ursachen und Funktionen und bleiben auch
deswegen zwei Jahrzehnte nach dem tragischen Zerfall Jugoslawiens am Balkan und
in der ex-jugoslawischen Diaspora in Mode.
Therapie für die entwurzelten "Unsrigen“
Da gibt es auf der einen Seite die von Ugrešić in ihrem Buch "Ministerium der
Schmerzen" so trefflich beschriebenen entwurzelten "Unsrigen". Das sind im Exil
lebende Ex-Jugoslawen, denen die Jugo-Nostalgie als eine Art Therapie bei der
Aufarbeitung der im Krieg erlittenen Traumata wie auch auf der Suche nach der
verlorenen Identität helfen kann.
Diese Menschen schleppen ihre "jugo-nostalgischen Erste-Hilfe-Koffer" (wie
Ugrešić sie bezeichnete), die gefüllt sind mit unterschiedlichen Produkten aus
der jugoslawischen Zeit wie "Jadro"-Waffelschnitten, "Kiki"-Bonbons und
"Minas"-Kaffee und sie an die gute alte Zeit erinnern. An die Zeit, die in den
vergangenen beiden Jahrzehnten diskreditiert wurde, und somit auch an einen Teil
der persönlichen Geschichte dieser Menschen.
Das Auflebenlassen der alten Zeit hat neben dem Verbindenden mit anderen
"Leidensgenossen" auch therapeutische Effekte, denn, wie Ugrešić richtig
schrieb, "nur wenn wir uns mit der eigenen Vergangenheit versöhnen, können wir
aus ihr entlassen werden". Zwar dürfte diese Funktion der Jugo-Nostalgie längst
nicht mehr die Rolle spielen wie noch vor einigen Jahren, dennoch gibt es sie
weiterhin.
Sehnsucht nach Sicherheit und einem starken, unabhängigen Staat
Doch auch die junge Generation, die die "gute alte Zeit" nicht bewusst miterlebt
hat, befasst sich mit der Jugo-Nostalgie. In einem vor wenigen Wochen
veröffentlichten Lied namens "Yustalgija" entwirft der bosnisch-herzegowinische
Rapper Priki alias Haris Rahmanović, geboren 1987, ein interessantes Szenario:
Im Prolog entführt er die Zuseher in eine alternative Version der jugoslawischen
Geschichte. Statt der Kriege gab es in den 90ern eine Umgestaltung Jugoslawiens
zur Föderativen Volksrepublik Jugoslawien, einem wirtschaftlich starken Staat,
der es sich sogar leisten kann, der EU nicht beizutreten. Im Refrain heißt es:
"Ich wünsche mir, dass mit uns alles in Ordnung ist, ich wünsche mir, dass diese
verdammte Dunkelheit vorbeigeht" (Želim da je sve okej sa nama, želim da prođe
prokleta tama).
Priki - Yustalgija
Was in diesem Lied zum Ausdruck kommt, ist eine der derzeit
gängigsten Formen der Jugo-Nostalgie, die aufgrund der anhaltend prekären
wirtschaftlichen Lage am Balkan die Sehnsüchte nach (wirtschaftlicher)
Sicherheit und einem starken Staat ausdrückt. In dem Song vertritt Priki zudem
klassische kapitalismuskritische Positionen, die er durch den Verweis auf das
damalige Jugoslawien und den "Sozialismus mit menschlichem Antlitz"
unterstreicht. Der Wunsch nach einem unabhängigen Staat, wie es das blockfreie
Jugoslawien war, kommt durch EU-kritische Haltungen im Text zum Ausdruck.
"Genosse Tito, wir geloben"
Dann gibt es wiederum die Tito-Nostalgie. Zum einen wird mit ihr der Titoismus,
die realsozialistische Politik seiner Zeit, gewürdigt. Zum anderen aber wird die
Person Tito aus diversen Gründen verehrt: sei es aufgrund seiner internationalen
Bekanntheit, die im Volk selbst ein Gefühl der Bedeutsamkeit weckte und im
krassen Gegensatz zur heutigen Gegenwart steht, in der die Nachfolgestaaten
Jugoslawiens wie auch ihre Politiker international wenig Bedeutung haben. In
dieser Funktion ist die Jugo-Nostalgie beziehungsweise die Tito-Nostalgie ein
Ausdruck des Wunsches nach einem Wiederaufeben der politischen Bedeutung der
Region und damit auch der Aufwertung der persönlichen Bedeutungswahrnehmung.
Insbesondere unter der älteren Generation werden auch bestimmte jugoslawische
Traditionen wiedererweckt und Feiertage gefeiert, so etwa der 7. Mai, Titos
Geburtstag, in seinem Geburtsort Kumrovec (Kroatien). Seit einigen Jahren gibt
es in Belgrad auch wieder den berühmten Staffellauf (Štafeta), wenn auch in
etwas anderer Form. Zur Zeit Titos hieß er noch Staffellauf der Jugend (Štafeta
mladosti) und hatte seinen Startpunkt jedes Jahr in einer anderen Stadt und
endete mit einer großen Feier am 25. Mai, dem Tag der Jugend, in Belgrad. Die
neue Variante startet beim ehemaligen Domizil Titos in Belgrad und führt bis zum
Haus der Blumen, wo Tito begraben liegt. 2011 nahmen mehr als 10.000 Personen
daran teil.
Mittlerweile gibt es am Balkan zahlreiche Geschäfte mit Tito-"Devotionalien".
Kaffeehäuser, die seinen Namen tragen oder zumindest durch das Interieur an
seine Zeit erinnern. Bei den vielen Treffen der Tito-Nostalgiker, die die
Verbände der ehemaligen Partisanen organisieren, wird das Lied "Genosse Tito,
wir geloben dir" (Druže Tito, mi ti se kunemo) lauthals gesungen.
"Jugoslavija, Jugoslavija!"
Die wahrscheinlich gängigste Form der Jugo-Nostalgie dient dem Ausdruck einer
anti-nationalistischen Denkweise wie auch dem Wunsch, Jugoslawiens Leitmotto
"Brüderlichkeit und Einheit" (Bratstvo i Jedinstvo) den Balkanvölkern wieder zu
vergegenwärtigen. So hat der derzeit beste Tennisspieler der Welt, Novak
Djoković, kurz vor seiner Titelverteidigung bei den Australian Open 2013 ein
Foto, auf dem er mit einigen Tennisspielern aus dem ehemaligen Jugoslawien
abgelichtet wurde, auf Twittter verbreitet und mit "Jugoslavija, Jugoslavija!!
Tako je momci" (Jugoslawien, Jugoslawien, so ist das, Burschen) kommentiert.
Djoković ist jener Prominente vom Balkan, der sicher am häufigsten mit dieser
Art der Jugo-Nostalgie auffällt. Berühmt ist auch seine Aussage "Ich fühle mich
wie ein Vertreter aller Völker des ehemaligen Jugoslawien". In kroatischen
Medien wird er mitunter auch als "unser" (naš) bezeichnet, oder wie es der
kroatische Fußballtrainer Miroslav Blažević einmal sagte: "Auch wir Kroaten sind
stolz auf Djoković, denn schließlich sind wir alle vom Balkan."
Diese Form der Jugo-Nostalgie ist unter den Jugendlichen am häufigsten
verbreitet. Sie zeigt sich durch das gemeinsame Feiern, durch das Besuchen der
jeweils anderen Staaten, durch das Hören alter jugoslawischer Bands. Das alles
spiegelt das Bedürfnis wider, den ethnozentrierten Politiken ein Ende zu setzen
und das Gemeinsame wieder in den Mittelpunkt zu stellen.
Solange die Jugo-Nostalgie den Menschen alternative politische und
gesellschaftliche Konzepte vergegenwärtigt, solange sie die Kritikfähigkeit der
jungen Generationen nährt, so lange wird sie ihre Legitimation haben und auch en
vogue bleiben. Denn schließlich besitzt sie die Kraft, zu vereinen - etwas, das
am Balkan noch immer dringend notwendig ist.
Quelle: Siniša Puktalović, daStandard.at
Geschrieben von Mafija auf Friday, 22.February. @ 15:15:41 CET (256 mal gelesen) (Kommentare? | Punkte: 0)
Pilzgift in Milchprodukten auf dem Balkan
Pestizidverseuchte
Milch wird aus den Supermarktregal genommen
Zagreb - Der Skandal um pestizidverseuchte Milch auf dem Balkan führte in den
vergangenen Tagen zum Milch-Abstinenz-Outing serbischer Politiker. Die Minister
Velja Ilic und Milovan Drecun mögen angblich nur Joghurt, Dragan Sutanovac und
Borko Stefanovic nehmen höchstens einen Schluck Milch in ihren Kaffee, und Bosko
Nicic behauptet sogar, dass Milch an sich schädlich sei, verrieten sie der
serbischen Zeitung Kurir. "Unsere Politiker trinken keine Milch!", titelte
Kurir.
Begonnen hat alles in Kroatien vor zwei Wochen, als in mehreren Produkten das
Pilzgift Aflatoxin M1 gefunden wurde. Seitdem wird gerätselt, welche
Milchprodukte von welchen Herstellern nun konsumiert werden können oder nicht.
Ein Wiener Labor hatte bei kroatischer Milch einen Aflatoxin-Wert über 0,06
Mikrogramm pro Kilo festgestellt.
Rückholaktion
Erhöhte Aflatoxin-Werte Der Wert sollte aber 0,05 Mikrogramm pro Kilo nicht
übersteigen. Nun werden auch Milchprodukte in Serbien, Bosnien-Herzegowina und
Slowenien aus den Supermärkten zurückgeholt. Auch dort wurden erhöhte
Aflatoxin-Werte festgestellt. Das Pilzgift ist wahrscheinlich über Futter für
die Milchkühe in die Milch gelangt und nur in höherem Ausmaß für Menschen
gesundheitsgefährdend. Insbesondere die Bauern aus Bosnien-Herzegowina werden es
nach dem EU-Beitritt Kroatiens im Juli wegen der Einhaltung von EU-Standards
ohnehin schwerer haben, ihre Produkte weiter im Nachbarland abzusetzen.
Geschrieben von Mafija auf Friday, 22.February. @ 14:56:32 CET (204 mal gelesen) (Kommentare? | Punkte: 0)
Parada: ''Ich möchte meinen Freund küssen!''
Die serbische Schwulenkomödie "Parada" gewann den Publikumspreis der
Berlinale, auf dem Balkan war der Film ein riesiger Überraschungserfolg – trotz
homophober Stimmung. Unsere Autorin Katja Nicodemus begab sich vor dem deutschen
Filmstart im schwullesbischen Belgrad auf die Spuren der Komödie.
Die Smiley-Bar ist ganz einfach zu erkennen«, sagt Lazar Pavlović mit einem
gewissen Galgenhumor am Telefon, »an die Wand neben der Eingangstür hat jemand
auf Serbisch ›Tod den Tunten‹ gesprayt.« Der schwullesbische Club ist allerdings
nicht so leicht zu finden. Durch die schwüle Sommernacht irre ich entlang einer
düsteren, schmalen Passage, nicht weit entfernt vom Terazije, dem Hauptplatz
Belgrads. Kein Schild, keine Beleuchtung, kein Ton dringt nach draußen. Aber
drinnen ist die Hölle los! Im Erdgeschoss des kleinen Clubs reden, trinken,
flirten einige Männer dicht gedrängt. Im oberen Stockwerk, wo der Elektropop bis
unter die Schädeldecke wummert, feiert eine Gruppe junger Lesben Geburtstag. Es
wird wild geküsst in diesem Gewusel aus Tanktops und Hotpants. So sieht er aus,
der Albtraum der serbisch-orthodoxen Kirche! Und nicht nur der Kirche.
In einer Ecke sitzt der etwa dreißigjährige Pavlović, Hauptaktivist von Serbiens
Schwulenorganisation Gay Straight Alliance. In langen Shorts und weißem T-Shirt
verströmt er eine urbane Coolness. »Hier sehen alle ein bisschen anders aus als
die Schwulen in Parada« , sagt er lächelnd, als er von unten zwei Gläser mit
sehr dunklem Bier bringt. Und damit sind wir auch schon mittendrin in einem
serbischen Kinofilm, dessen Erfolg eine solche Sensation ist, dass man mehr über
die Wirklichkeit dahinter erfahren möchte.
Parada, eine Komödie rund um die Vorbereitungen einer Gay Pride Parade in
Belgrad, war auf dem Balkan der Überraschungshit des letzten Jahres. Mehr als
eine halbe Million Menschen sahen den Film des Regisseurs Srdjan Dragojević, ein
hemmungsloses Spiel mit Klischees und Stereotypen, das auch den Publikumspreis
der diesjährigen Berlinale gewann. Erzählt wird von dem Tierarzt Radmilo und dem
Hochzeitsplaner Mirko, einem süß-spießigen schwulen Paar, das nach einigen
Drehbuchpirouetten ausgerechnet den homophoben bulligen Kriegsveteranen Mickey
Limun für die Bewachung einer Gay Pride Parade engagiert. Machismo trifft auf
tuntige Attitüde, Waffenfetischismus auf Deko-Wahn, Boxer-Bademantel auf
malvenfarbene Hemden. Die schöne Utopie: Limun fährt gemeinsam mit Radmilo durch
Kroatien, Bosnien-Herzegovina und das Kosovo und rekrutiert weitere
Kriegsveteranen für seine Security-Truppe. Gemeinsam ist den einstigen Feinden
ihre Abneigung gegen Schwule, die sie – überrascht über sich selbst – überwinden
werden.
Zwei Drittel aller Serben glauben, dass Homosexualität eine Krankheit ist«,
sagt Pavlović. »Prost!« Er selbst wurde über Wochen vor seiner Haustür von
rechtsradikalen Fanatikern terrorisiert und bei einem Überfall auf sein Büro
zusammengeschlagen. Fast jeden Tag drohe irgendjemand auf Facebook, ihn mit
Strychnin zu vergiften. Aber Parada habe nachhaltig etwas bewirkt, bei
Hunderttausenden von Serben, die ihren Schwulenhass zuvor nie infrage gestellt
hätten: »Bei euch kann man sich wahrscheinlich gar nicht vorstellen, wie wichtig
ein Film sein kann, der Schwule einfach als ganz normale Menschen zeigt.« Es ist
ein geschickter Schachzug, dass Dragojević das Publikum bei seinen Vorurteilen
abholt: Radmilo fährt einen pinkfarbenen Mini und hält das Weinglas mit
abgespreiztem Finger, während Mirko seinen Stylistenhaarschnitt divenhaft nach
hinten wirft. Limun trägt am ganzen Körper nationalistische Tattoos und singt
unter der Dusche Kriegslieder, seine blondierte shoppingverrückte Freundin Pearl
denkt nur an ihre luxuriöse Hochzeit. Aber am Ende ziehen alle Schulter an
Schulter in den Kampf für eine Gay Parade.
Nur Hass, nur Brandreden
Am 10. Oktober 2010 hat dieser Kampf in Belgrad wirklich stattgefunden. 6.000
Hooligans lieferten sich eine Straßenschlacht mit 5.600 Polizisten, die die
Parade schützten. Hunderte Beamte wurden verletzt, die Innenstadt wurde
verwüstet, der Schaden betrug mehr als zwölf Millionen Euro. »Wir waren derart
abgeriegelt durch die Polizei, dass wir von den Kämpfen gar nichts mitbekamen«,
sagt Pavlović. »Erst später erfuhren wir, wie viele Schläger es waren und dass
sie großteils von Priestern angeführt wurden.« Der ungeheure Einfluss der
serbisch-orthodoxen Kirche von der Politik bis in die kleinsten Verästelungen
der Gesellschaft sei maßgeblich für die Diskriminierung von Serbiens
Homosexuellen verantwortlich: »Nur Hass, nur Verachtung, nur Brandreden.«
An diesem langen Abend in der Smiley-Bar ist schon die ganze Schizophrenie des
Landes zu spüren. Da gibt es Belgrad, die Party-Metropole, die mit billigem Bier
und Rave-Nächten Rucksacktouristen aus der ganzen Welt anzieht. Und auf der
anderen Seite ein Volk, das sich angesichts von Nachkriegstraumata und
Wirtschaftskrisen immer tiefer in Nationalismus, Machismo und orthodoxem Glauben
einspinnt.
»Wir brauchen Gay Pride Parades, um zu zeigen, dass wir da sind«, schreit
Pavlović durch einen Lady-Gaga-Song über den Tisch und geht noch mal Bier holen.
Indessen hat die lesbische Geburtstagsfeier am Nebentisch den Dancefloor auf die
Tische verlegt.
Geschrieben von Mafija auf Monday, 01.October. @ 20:35:01 CEST (562 mal gelesen) (Kommentare? | Punkte: 0)
Apple Garantie-Ärger mit EU
Care-Programm: Geschäftpraxis verstößt gegen geltendes EU-Recht
Apple droht wegen seiner Garantiepolitik jetzt auch Ärger mit der
EU-Kommission. EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat die
Verbraucherschutzminister aller 27 EU-Staaten schriftlich über Versäumnisse des
Unternehmens informiert. In dem Brief, der der Deutschen Presse-Agentur dpa in
Brüssel vorliegt, schreibt Reding: "Es scheint, dass Apple-Verkäufer es
versäumten, Verbrauchern klare, wahrhaftige und komplette Informationen zu geben
über die Garantie, die ihnen nach EU-Recht zusteht." Ähnlich irreführende
Informationen hätten sie auf Internetseiten gestellt.
Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" hatte dies zuvor bereits berichtet. Laut dem
Schreiben - datiert vom 21. September - müssten die Mitgliedsstaaten nun aktiv
werden und - basierend auf ihren nationalen Vorgaben - gegen Apple vorgehen.
Bei Apple gibt es eine einjährige Garantie, die mit "Apple Care" je nach Gerät
auf zwei oder drei Jahre verlängert werden kann. Dies reicht nach Ansicht
Redings nicht aus. Das EU-Recht verpflichte Hersteller zu einem zweijährigen
Gewährleistungsanspruch. Er gilt für alle Mängel, die schon zum Zeitpunkt des
Verkaufs bestanden haben - auch wenn sie erst später bemerkt werden. Bei der
freiwilligen Garantie geht es hingegen um Mängel, die nach der Übergabe an den
Kunden auftreten.
Konzern bereits angezählt
"Apple wirbt prominent dafür, dass seine Produkte eine einjährige
Herstellergarantie haben, versäumt es aber, klar darüber zu informieren, dass
Verbraucher laut EU-Recht ein automatisches und kostenloses Anrecht auf einen
gesetzlichen zweijährigen Gewährleistungsanspruch haben", schreibt die
EU-Kommissarin.
Apples Vorgehen wird schon lange von Verbraucherschützern angeprangert.
Europäische Verbraucherschutzorganisationen aus elf Ländern haben sich nach
Worten Redings bei der EU-Kommission beschwert. Sie warfen dem iPhone-Konzern
zuletzt im März vor, prominent für die kostenpflichtige Garantieverlängerung
"Apple Care" zu werben, aber ungenügend über den gesetzlichen zweijährigen
Gewährleistungsanspruch zu informieren. Im vergangenen Dezember musste Apple
deswegen bereits eine Strafe von 900.000 Euro in Italien an den Marktregulierer
AGCM zahlen.
Apple klärt über die Regelungen zu Garantie und Gewährleistung inzwischen in
einer Tabelle auf seiner Website auf.
Geschrieben von Mafija auf Monday, 01.October. @ 20:25:37 CEST (542 mal gelesen) (Kommentare? | Punkte: 0)
Der VW Golf 7 rollt an
Neuauflage
der Auto-Legende wird im Herbst präsentiert
Gehütet wie ein Staatsgeheimnis dreht die jüngste Golf-Generation als Erlkönig
bereits ihre Runden. Im VW-Stammwerk Wolfsburg und in Zwickau hat die Produktion
des Bestsellers begonnen - doch genaue Informationen zu Aussehen und Innenleben
des Golf 7 sind nach wie vor Mangelware. Sicherheitsdienste, strenge Auflagen
und Geheimhaltungsklauseln umgeben das vorsichtige Lüpfen des Vorhangs. Die
wichtigste VW-Modellneuheit in diesem Jahr will Europas größter Autobauer
offiziell erst am 4. September bei der Weltpremiere in der Berliner Neuen
Nationalgalerie präsentieren.
Inoffiziell erhalten Journalisten am Dienstag erste Einblicke. Es ist eine
behutsame Weitergabe von Informationen. Denn das Modell hat für den Konzern
enorme Bedeutung. Der Kompaktwagen soll nicht nur den Marktanteil der
VW-Kernmarke im Wettrennen mit der asiatischen Konkurrenz von Toyota und Hyundai
ausbauen - sondern auch die Erfolgsgeschichte eines der wichtigsten
Konzernmodelle fortschreiben und damit zehntausende Arbeitsplätze sichern. Seit
der Golf 1974 auf den Markt kam, bestimmte er eine ganz eigene Klasse: die der
Kompaktwagen.
Wegbegleiter einer Generation
"Bisher wurden mehr als 26 Millionen Exemplare von ihm verkauft", sagt der
zuständige VW-Sprecher Bernd Schröder zum meistgebauten Volkswagen. Der Golf
knüpfte nahtlos an den Erfolg des Käfers an und überrundete ihn schnell als
eines der erfolgreichsten Modelle aller Zeiten. Als Marktführer in einem extrem
umkämpften Segment war er auch Wegbegleiter einer ganzen Generation.
Klassenlos
"Der Golf war immer ein Auto, das klassenlos ist. Es ist zugleich eins der
wenigen Fahrzeuge, die ihrer Ursprungsform weitgehend treu geblieben sind", sagt
Professor Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen. Selbst wenn
die Bedeutung des Golf durch Konkurrenz auch aus dem eigenen Hause schrumpft und
er nicht mehr das meistgebaute Autos des Konzerns ist. "1995 bescherten VW
350.000 verkaufte Golf in Deutschland einen Marktanteil von 54 Prozent, heute
liegt er mit rund 200.000 verkauften Fahrzeugen bei rund 28 Prozent", sagt
Dudenhöffer.
"Der Golf ist Europa"
Als Spiegelbild des technischen Fortschritts war er stets das richtige Auto zur
rechten Zeit, verkaufte sich aber vor allem in Europa gut. "Der Golf ist
Europa", meint Dudenhöffer. Auf die Frage, wie viele Arbeitsplätze der Wagen
sichere, verweist VW auf Studien, wonach die Zahl der Jobs inklusive Zulieferer
auf mehr als 50.000 geschätzt wird. Allein im vergangenen Jahr baute der Konzern
fast 914.000 Exemplare des Vorgänger-Modells vom Golf 7.
Bild wird sich nicht groß verändern
Um diesen Erfolg nicht zu gefährden, wurde die siebte Golf-Generation offenbar
erneut so dezent weiterentwickelt, dass sich das vertraute Bild nicht
revolutionär verändert. Etwas flacher, etwas länger soll die jüngste Version
sein, behaupten die Experten nach intensivem Blick auf die wenigen
Erlkönig-Fotos mit getarnter Karosserie. Mehr Leistung, Ausstattung und Komfort
soll er bieten - auch beim Innenleben. Offiziell bestätigt der
Volkswagen-Konzern aber bisher nichts - er verweist auf die Weltpremiere.
MQB-Konzept
Bereits bekannt ist aber, dass er wie der Audi A3 nach dem Konzept des Modularen
Querbaukastens, kurz MQB, gebaut wird. Das variable Plattform-Puzzle schafft
mehr Platz, reduziert Gewicht und Kosten und soll durch standardisierte Bauteile
bei der Produktion Geld sparen. Zudem wird die Technik platzsparender
untergebracht als bisher üblich und ermöglicht dadurch auch den Einbau
zusätzlicher Systeme zur Unterstützung des Fahrers, etwa in Extremsituationen.
Nach seiner Premiere in Berlin soll der Golf 7 wenig später als Star des Pariser
Automobil-Salons einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt werden.
Geschrieben von Mafija auf Thursday, 23.August. @ 21:06:48 CEST (627 mal gelesen) (Kommentare? | Punkte: 0)
Sprit schon bei 2 Euro!
Italien:
2-Euro-Marke geknackt!
2,044 Euro pro Liter Super-Benzin - Verkehr geht zurück
Die Italiener stöhnen unter hohen Spritpreisen. Ausgerechnet in der
Haupturlaubszeit erreichte der Preis für Super-Benzin vielerorts die
Zwei-Euro-Marke. Zu einem Rekordhoch von 2,044 Euro pro Liter kam es an einer
Tankstelle auf der Autobahn Mailand-Neapel unweit der toskanischen Stadt Siena.
"Es handelt sich um den höchsten Preis, den man jemals in Italien für Benzin
gezahlt hat", klagte die Mailänder Wirtschaftszeitung "Sole 24 Ore". An 54
Zapfsäulen entlang der italienischen Autobahnen sei bereits die Zwei-Euro-Marke
überschritten worden.
Ligurien und die Toskana sind die italienischen Regionen mit den höchsten
Benzinpreisen. Eine Mischung aus hohen Benzinsteuern, zunehmenden Ölpreisen und
Euro-Schwäche sei für das Rekordhoch des Treibstoffes in Italien verantwortlich,
berichtete der Geschäftsführer des Ölkonzerns Eni, Paolo Scaroni.
Der Konsumentenverein Codacons rechnete jüngst vor, dass eine Tankfüllung
inzwischen knapp 20 Euro mehr koste als noch vor einem Jahr. Dies wirkt sich
negativ auf den Konsum aus. Im ersten Halbjahr 2012 sank der Benzinkonsum in
Italien um 9,6 Prozent. Auch beim Lkw-Transport kam es zu einem Rückgang im
Treibstoffverbrauch von fünf Prozent. "So einen starken Rückgang haben wir in
Italien noch nie erlebt", berichtete Scaroni.
Opposition verlangt Steuersenkung
Um den Italienern finanziell unter die Arme zu greifen, hat Eni eine
Preisreduktion für Autofahrer eingeführt, die am Wochenende tanken. So kostete
ein Liter Benzin am vergangenen Wochenende an Eni-Tankstellen 1,69 Euro pro
Liter. Die Oppositionspartei Lega Nord drängt die Regierung Monti, dem
Benzinpreis Schranken zu setzen. Die Konsumentenschutzverbände verlangen eine
Senkung der Benzinsteuer, die zuletzt Anfang August erhöht wurde. Die
Spritsteuer war bereits im Juni und im vergangenen Dezember angehoben worden.
Italienische Tankstellenpächter befürchten jetzt eine weitere Zunahme des
Tanktourismus ins nahe Ausland. Immer mehr Einwohner der norditalienischen
Regionen reisen nach Kärnten oder Tirol, in die Schweiz, oder nach Slowenien, um
billigeren Sprit zu bekommen. Dort ist der Sprit zwar günstiger, von billig kann
aber auch keine Rede sein.
Die Rohölpreise sind weiter angezogen, die Zapfsäulenpreise in Österreich
verweilten auf hohem Niveau. Eurosuper kostete am Montag im Schnitt 1,489 Euro
je Liter, bei Diesel lag der Durchschnittspreis bei 1,420 Euro.
Politische Instabilität in Förderländern und Reisezeit
ARBÖ und ÖAMTC führen die Zapfsäulenpreise auf die hohen Rohölpreise zurück, die
zum Teil eine Folge der erhöhten Nachfrage in der Reisesaison sind, aber auch
des derzeit schwachen Eurokurses. Beide Klubs empfehlen dringend, die Preise vor
dem Tanken zu vergleichen.
Die Mineralölindustrie verweist auch auf die politische Instabilität im Nahen
und Mittleren Osten. Dies werde zumindest kurzfristig Preissenkungen verhindern.
"Der Ölpreis steigt derzeit, weil die Nordsee gegenwärtig weniger Öl liefert,
das Iran-Embargo wirkt und China und Brasilien Konjunkturprogramme aufgelegt
haben und mehr Rohöl nachfragen. Das motiviert Hedgefonds und Finanzspekulanten,
auf steigende Ölpreise zu setzen", so der Geschäftsführer des Fachverbandes der
Mineralölindustrie, Christoph Capek, zur APA.
Im Wirtschaftsministerium gibt es derzeit keine Überlegungen, Änderungen beim
Spritpreis-Korridor wegen der hohen Spritpreise vorzunehmen. Inzwischen könnte
Bewegung in die Diskussion über den "Ackertreibstoff" E10 (Benzin mit 10 Prozent
Ethanolanteil) kommen. Wie die "Salzburger Nachrichten" berichten, soll diese
Woche ein Spitzentreffen von Bundeskanzler Faymann und Vizekanzler Spindelegger
dazu stattfinden. Eine Bestätigung dafür war bisher nicht zu erhalten.
Geschrieben von Mafija auf Thursday, 23.August. @ 21:01:02 CEST (622 mal gelesen) (Kommentare? | Punkte: 0)
Falsche Asylbewerber
CVP
will wieder Visapflicht für Balkan
Asyl-Enscheide schneller als die B-Post kündigte Bern gestern für Menschen aus
dem Balkan an. Die CVP will jetzt sogar die Visaspflicht wieder einführen. Wäre
damit das Schengen-Abkommen in Gefahr?
Das Bundesamt für Migration (BfM) machte am Dienstag klar: Asylgesuche, meist
von Roma, aus den sicheren Balkanstaaten Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und
Serbien sind so gut wie chancenlos. Das BfM will deshalb Asylentscheide
innerhalb von 48 Stunden fällen.
Doch das reicht der CVP nicht. Alexandra Perina, Generalsekretärin ad interim,
möchte die Visabefreiung für diese Balkan-Staaten rückgängig machen.
«Seit für diese Länder kein Visazwang mehr herrscht, häufen sich die Asylgesuche
massiv, und das obwohl alle drei Länder als sicher gelten.» Die Visapflicht ist
seit 2011 aufgehoben.
EU erhofft sich bessere Integration
Von ihrer Forderung würde CVP-Frau Perina nur abrücken, wenn ihr das BfM sagen
könnte, dass die Korrelation nicht auf die Visa-Regelung zurückzuführen sei.
Oder aber, wenn die Wiedereinführung der Visapflicht dem Schweizer Tourismus
schaden würde. «Aber ich glaube nicht, dass diese drei Länder zu unseren
grössten Touristengruppen gehören», sagt Perina.
Die Visabefreiung für Menschen aus dem West-Balkan gilt seit Anfang 2011. Diese
EU-Bemühungen für eine bessere Integration habe die Schweiz als
Schengen-Mitglied mitgemacht, sagt Gaby Szöllösy, Kommunikationschefin beim BfM.
Die Schweiz habe auch entsprechende Vorbereitungsprogramme in den entsprechenden
Staaten auch unterstützt.
Austritt aus Schengen-Abkommen?
Schliesslich lebten in der Schweiz tausende Menschen aus den betroffenen
Staaten, welche zum Wohlstand der Schweiz beigetragen hätten, erklärt Szöllösy.
Für diese Menschen sei es eine grosse Erleichterung, dass sie relativ
unbürokratisch Verwandte aus ihrem Heimatland für einen Besuch empfangen können.
Die Kehrseite der Medaille: Die chancenlosen Asyl-Gesuche aus dem Balkan haben
massiv zugenommen.
Falls die Eidgenossenschaft die Visa-Befreiung für einzelne Staaten aufheben
wollte, «müsste sie die Schengen-Mitgliedschaft aufgeben», sagt Szöllösy weiter.
Denn mit dem Beitritt zum Schengen-Abkommen entscheidet die Schweiz nicht mehr
eigenständig über Einreisebestimmungen.
Geschrieben von Mafija auf Thursday, 23.August. @ 20:10:39 CEST (602 mal gelesen) (Kommentare? | Punkte: 0)
Rekord-Dürre auf dem Balkan: Fast 70 Prozent der Ernte vernichtet
Nur
noch schwer sind die vertrockneten Maiskolben als solche zu erkennen: Bosnien
leidet an der schlimmsten Dürre seit 40 Jahren. Nach dem bitteren Winter folgte
die Hitze.
Geschrieben von Mafija auf Thursday, 23.August. @ 20:01:57 CEST (614 mal gelesen) (Kommentare? | Punkte: 0)
LG präsentiert Ultra-HD-Fernseher
LG
hat am Mittwoch in Südkorea den weltweit ersten 3D-fähigen 84-Zoll-Fernseher mit
Ultra High Definition (UHD) - 3.840 mal 2.160 Pixel, kurz auch "4K" genannt -
auf den Markt gebracht. Das Modell verspricht ein besonders intensives
Heimkino-Erlebnis und setzt dazu unter anderem auf persönliches 3D-Feintuning.
Gamern stellt der Konzern ein völlig neues Spielerlebnis im direkten Duell in
Aussicht. Bereits ab September soll das Gerät internationale Märkte erobern. Das
heimische Publikum bekommt auf der IFA Berlin die Gelegenheit, sich ein Bild vom
UHD-Gerät zu machen.
Ob es schon jetzt einen großen Sturm geben wird, ist fraglich. "UHD ist derzeit
ganz klar in einem Early-Adopter-Stadium", erklärt Daniel Simmons, Senior
Analyst bei IHS Screen Digest, auf Nachfrage der Nachrichtenagentur pressetext.
"Langfristig hat UHD das Potenzial zum Massenmarkt-Feature und könnte zur
Standardauflösung für TV werden", betont er. "Doch das wird dauern, denn UHD
wird wohl nicht vom Übergang zu Flachbildschirmen profitieren, der den
HD-Übergang angetrieben hat."
Mit seiner 4k-Auflösung bietet LGs UHD-Fernseher viermal so viele Pixel wie ein
herkömmlicher 1080p-HD-Fernseher. Damit ist das Gerät gerade für 3D-Fans
interessant. Denn obwohl die von LG genutzte 3D-Darstellung mit
Polarisationstechnologie eine reduzierte effektive Auflösung bedeutet, ist somit
doch eine Wiedergabe in 1080p möglich. Zudem verspricht LG mittels "3D Depth
Control" die Möglichkeit, das Abstandsempfinden bei 3D-Content persönlich
anzupassen. Ein "3D Sound Zooming" genanntes Feature wiederum soll Geräusche
exakt passend zu Position und Bewegung von Objekten wiedergeben. Außerdem ist
der Fernseher mit einem 2D-zu-3D-Konverter ausgestattet.
Gamer lockt der Fernseher indes mit einer "Dual Play" genannten Funktion. Damit
sehen zwei Spieler gleichzeitig verschiedene Bilder auf der kompletten Fläche
des Displays - damit sollen Splitscreen-Duelle der Vergangenheit angehören. Die
sogenannte "Magic Remote" verspricht eine intuitive Navigation auf dem Home
Dashboard, über das der Fernseher Zugriff auf LGs Smart-TV-Ökosystem mit rund
1.400 Apps bietet. Eine Technologie namens "Resolution Upscaler Plus" soll dafür
sorgen, dass Bilder von externen Quellen wie Netzwerk-Speichergeräten besonders
detailreich dargestellt werden.
Trotz aller Features gibt sich LG zum Launch des UHD-TV-Geräts doch etwas
vorsichtig. "Der 4K-Display-Markt steckt noch in den Kinderschuhen, aber es war
LG wichtig, sich hier einen Anteil zu sichern", so Havis Kwon, Präsident und CEO
der LG Electronics Home Entertainment Company. Das ist verständlich, denn
tatsächlicher UHD-TV-Content bleibt bislang bis auf wenige Experimente -
beispielsweise bei den Olympischen Spielen in London - Mangelware.
Doch existiert auch ein klarer Silberstreif am UHD-Horizont. "Es gibt sehr wenig
native TV-Inhalte in UHD, aber digitales Kino nutzt bereits eine höhere
Auflösung als HD", erläutert Simmons. "UHD wird eine Bildqualität wie im
digitalen Kino im Wohnzimmer ermöglichen." Zudem sei es relativ einfach,
HD-Inhalte oder gar Content mit normaler Auflösung in UHD umzuwandeln, so der
Analyst. "Es wird nicht die gleiche Content Gap wie bei 3D geben, wo Inhalte
eigentlich nativ in 3D gefilmt werden müssen, um ein wirklich befriedigendes
Erlebnis zu bieten."
Geschrieben von Mafija auf Thursday, 23.August. @ 19:50:52 CEST (591 mal gelesen) (Kommentare? | Punkte: 0)
Das hilft im Urlaub gegen Magen-Darm-Beschwerden
Egal
ob Sodbrennen, Blähungen, Durchfall oder Verstopfung – Magen-Darm-Probleme sind
wahrlich keine angenehmen Reisebegleiter. Wir zeigen, was du im Akutfall tun
kannst.
Bei Verstopfung helfen z.B. Dörrzwetschken. Leg diese abends in ein Glas
Wasser. Morgens auf nüchternen Magen essen, Einweichwasser löffeln. Übrigens ist
Flüssigkeitsmangel eine der häufigsten Ursachen für Verstopfung. Achte daher
darauf, genug zu trinken. Auch eine sanfte Bauchmassage kann das Problem
beseitigen.
Vor allem in südlichen Ländern läuft man Gefahr, sich den Magen zu verderben
oder an Durchfall zu erkranken. Daher gilt allgemein: Koch es, schäl es oder
vergiss es. Auf Eiswürfel, rohe oder weich gekochte Eierspeisen,
Rohmilchprodukte und Speiseeis besser verzichten.
Aber auch Obst und Salat, Schalentiere wie Muscheln oder verunreinigtes
Leitungswasser (zum Trinken und Zähneputzen Mineralwasser verwenden! Die
Kohlensäure hemmt das Bakterienwachstum) können Probleme verursachen.
Viel trinken bei Durchfall
Bei akutem Durchfall anfangs nichts essen. Dann schrittweise steigern: Zunächst
auf alle Milchprodukte und fetten Speisen verzichten. Geeignet sind Toastbrot
mit wenig Marmelade, Hühnersuppe mit Nudeln und Karottensuppe. Später kann man
den Speisezettel mit magerem Huhn und Reis bereichern.
Durchfall geht mit Flüssigkeitsverlust einher, der zu ernsthaften
Kreislaufproblemen führen kann. Wer kein Mittel (wasserlösliches Pulver aus der
Apotheke) zur Hand hat, verdünnt Orangensaft 1:1 mit Wasser aus der Flasche und
gibt einen gestrichenen TL Kochsalz (auf einen Liter) dazu.
Gegen Völlegefühl, Sodbrennen und Blähungen helfen Kümmel, Fenchel und Anis,
z.B. als Tee. In Asien gilt Ingwer als Magenfreund: Drei bis fünf Scheiben mit
einer Tasse heißem Wasser übergießen und fünf bis zehn Minuten ziehen lassen,
schluckweise trinken.
Geschrieben von Mafija auf Thursday, 26.July. @ 20:54:43 CEST (698 mal gelesen) (Kommentare? | Punkte: 0)